Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin > Der Dichter Theodor Körner

Das Theodor Körner Museum

Zeichnung Carl Theodor Körner
Carl Theodor Körner

Als Mitglied des Lützower Freikorps war der Dichter Theodor Körner 1813 in den „Befreiungskriegen“ gegen Napoleon in der Nähe von Gadebusch gestorben und in Wöbbelin bestattet worden. Sein Vater setzte ihm im Jahr 1814 ein Denkmal mit „Leyer und Schwert“, das ihn zum „Sänger und Held“ erhob. Nach seinem Tod wurde das Leben des bekannten Schriftstellers für politische Zwecke immer wieder instrumentalisiert. So stilisierten zum Beispiel die Nationalsozialisten den Dichter zum Kriegshelden und Kämpfer für das Vaterland und missbrauchten ihn öffentlichkeitswirksam für ihre eigene Propaganda: 1938 errichteten sie ihm in Wöbbelin ein Museum und einen „Heldenhain“.

In der Ausstellung „Theodor Körner. 1791 – 1813. Poet und Patriot. Seine Erhebung zum Idol“, die seit 1997 Bestandteil der Mahn- und Gedenkstätten ist, wird die Biographie des Schriftstellers im historischen Kontext ebenso aufgezeigt wie seine politisch-ideologische Vereinnahmung durch nachfolgende Generationen.