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Die Ausstellung „Zehn Wochen Konzentrationslager Wöbbelin“

Die neue Dauerausstellung, die am 21. August 2014 eröffnet wurde, informiert über das Konzentrationslager Wöbbelin, das letzte Außenlager des KZ Neuengamme.

Die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin sind ein Lernort von europäischer Bedeutung. Das Ziel der Bildungsarbeit ist es, im Hinblick auf das im Nationalsozialismus begangene Unrecht zu sensibilisieren sowie über heutige Formen von Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus aufzuklären.

Um die Rahmenbedingungen für die Gedenkstättenarbeit zu verbessern, entwickelte der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e. V. das Projekt „Generationen gegen das Vergessen“. Seit 2004 wurden über die LEADER- LAG SüdWestMecklenburg die Neugestaltung verschiedener Gedenkstätten gefördert, unter anderem der Gedenkplatz am ehemaligen Lagergelände des KZ Wöbbelin. In den vergangenen Jahren kamen zahlreiche Dokumente und Fotos sowohl von ehemaligen Häftlingen oder ihren Angehörigen als auch vom National Archives und dem US-Holocaustmuseum Washington in die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin. Deshalb wurde eine neue Ausstellung erforderlich, die den aktuellen Forschungsstand widerspiegelt und den zeitgemäßen Einsatz neuer Medien gewährleistet.

Die Historikerin Dr. Angelika Königseder erarbeitete mit Unterstützung der Historikerin Dr. Carina Baganz und der Leiterin der Gedenkstätten Ramona Ramsenthaler das inhaltliche Konzept sowie die Texte der Ausstellung, begleitet durch den wissenschaftlichen Beirat: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Dr. Detlef Garbe und Jürgen Scharnweber. Die Ausstellungsgestaltung übernahm das Architektur- und Designbüro Marco Pahl, grafikagenten Rostock, die bauliche Umsetzung die Firma Projektbau RK Rostock.

Die interaktive Ausstellung entspricht den neuesten didaktischen Anforderungen. Digitale Bilderrahmen, Hör-und Videostationen vertiefen inhaltlich die Informationen der Wandtafeln. Über drei Touchscreens können Besucher nun zur Lagergeschichte des KZ Wöbbelin, zu den Transporten und zu Häftlingsbiographien recherchieren. Insgesamt werden in der Ausstellung über 300 Dokumente, Fotos, Filmaufnahmen und Gegenstände des Lageralltags gezeigt. Die neue Ausstellung bildet das Fundament für den Auftrag der KZ-Gedenkstätte, den Opfern ein Gesicht zu geben.

Sie wurde durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz im Rahmen des europäischen LEADER-Programms zur Förderung des ländlichen Raumes über die LAG SüdWestMecklenburg und durch den Landkreis Ludwigslust-Parchim, die Landeszentrale für politische Bildung M-V und die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin gefördert.

Die neue Dauerausstellung „Zehn Wochen KZ Wöbbelin“ wurde am 21. August 2014 durch den Bildungsminister, Herrn Mathias Brodkorb, und den Landrat und Vorsitzenden des Vereins Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim, Herrn Rolf Christiansen, in Wöbbelin eröffnet.

Die Themen der Ausstellung

  1. Die NS-Herrschaft und das KZ-System
  2. Entstehung und Entwicklung des KZ Wöbbelin
  3. Die Täter
  4. Die Gesichter des KZ Wöbbelin
  5. Befreiung und Nachgeschichte

Rundgang durch die Dauerausstellung

  • Neugestalltete Ausstellungsräume
  • Neue Informationstafeln und Multimediastationen
  • Multimediastation mit Touchscreen