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Internationale Begegnungen der Generationen

Der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust e. V. und der Förderverein der Mahn und Gedenkstätten Wöbbelin e. V. laden jedes Jahr Anfang Mai zur Internationalen Begegnung der Generationen nach Wöbbelin und Ludwigslust ein. Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Wöbbelin kommen viele Gäste aus dem In- und Ausland. An den historischen Orten wird an die Geschehnisse und an das Leiden der Menschen während der NS-Diktatur erinnert und der Opfer in würdiger Form gedacht. Neben dem Gedenken an den verschiedenen Gedenkorten im Landkreis Ludwigslust stehen vor allem die Gespräche mit den Zeitzeugen im Mittelpunkt.

Das Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme wurde erst im Frühjahr 1945 errichtet und existierte nur zehn Wochen. Ab Februar 1945 sollten Häftlinge aus Neuengamme ein Kriegsgefangenenlager errichten. Sie wurden im Holzbarackenlager „Reiherhorst“ untergebracht und zum Bau des neuen Lagers eingesetzt. Vermutlich Anfang April wurden die KZ-Häftlinge in das noch unfertige Lager überstellt. Die Bedingungen im Konzentrationslager Wöbbelin waren katastrophal. Als die Alliierten Deutschland besetzten, wurde das KZ ab Mitte April zum Auffanglager für fünf weitere Transporte aus anderen Konzentrationslagern. Von den ca. 5000 Häftlingen aus 20 Nationen kamen mehr als 1000 an den Folgen von Misshandlung, Erschöpfung und Hunger ums Leben.

Viele Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Wöbbelin und des Endes der Todesmärsche in der Region kommen Überlebende u.a. aus den USA, Belgien, Polen und Deutschland sowie Angehörige aus den Niederlanden, Belgien, Polen und der Ukraine.