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Gedenkfeierlichkeiten

2012-01-18 07:43

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee das KZ Auschwitz befreit. Auschwitz wurde zum Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.

Eine lebendige Erinnerung an und die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte sind unabdingbare Grundlage für die Sicherung von Frieden, Freiheit und Demokratie. Daher nehmen die beiden Vereine den Gedenktag am 27. Januar in diesem Jahr zum Anlass, weitere Ergebnisse des Projektes Schulen und Gedenkstätten sowie die Ausstellung „Zwangsarbeit in Südwestmecklenburg“ zu präsentieren.

Zur Begrüßung und zum Gedenken spricht der Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim und Vorsitzende des Vereins Mahn- und Gedenkstätten Herr Rolf Christiansen. SchülerInnen der Kreismusikschule Ludwigslust-Parchim und Mitglieder des Jugendtheaterclubs Parchim gestalten ein künstlerisches Programm. Im Anschluss berichten die SchülerInnen und Schüler der Regionalen Schule Malliß über ihre Forschungen zur Zwangsarbeit in Malliß und Conow und zum „Polenfriedhof“ Conow. Die Jugendlichen des Goethegymnasiums Ludwigslust präsentieren historische und aktuelle Fotos zum Projekt „Ludwigslust 1945“- es ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Ludwigsluster Gymnasium, dem Zebef e. V., den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin und dem Fotografen Christian Möller. Mit dem Film „Es gibt Dinge, die sollten nicht vergessen werden...“ wollen die SchülerInnen des Fridericianum Schwerin und die Dokumentarin Elvira Grossert auch die Jugendlichen des Landkreises Ludwigslust-Parchim auffordern, auf Spurensuche zu gehen. Sie befragten in den letzten Jahren viele Einwohner in der Umgebung von Schwerin, die in ihren Heimatorten im Frühjahr 1945 die Todesmärsche der KZ-Häftlinge beobachtet haben. Neben Raben-Steinfeld haben sie insgesamt 19 weitere Orte zwischen Schwerin, Ludwigslust und Parchim gefunden, durch die KZ-Häftlinge Ende April, Anfang Mai 1945 getrieben wurden.

Geschichte wird für Kinder und Jugendliche begreifbarer, wenn Zeitzeugen davon berichten und wenn der eigene Ort, die Heimat, der historische Ort ist, an dem Geschichte nachvollziehbar ist.

Gegen 12:00 Uhr findet an der VVN-Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Neuen Friedhof in Parchim eine Kranzniederlegung statt. Zum ehrenden Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus spricht der Bürgermeister der Stadt Parchim, Herr Rolly.

Wöbbelin, den 17.01.2011

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