Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin > Über uns > Foerderverein der Mahn und Gedenkstätten Wöbbelin

Der Förderverein der Mahn und Gedenkstätten Wöbbelin e.V.

Hintergrund

Der Förderverein Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin ist ein im Amtsgericht Ludwigslust eingetragener gemeinnütziger Verein; Sitz des Vereins ist Wöbbelin.

Am 3. August 1991 gründeten 17 politisch interessierte Bürger, darunter Wöbbeliner Bürger und ein ehemaliger Häftling des KZ Wöbbelin, den Förderverein der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin – Theodor Körner – KZ Wöbbelin e.V.

Ziel war es zunächst, den Erhalt der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin zu sichern und diese mit Sonderausstellungen, Vorträgen und Forschungsarbeiten zu fördern.

Leben heute – mit der Vergangenheit. Erinnern, Würdigen, Gedenken, Mahnen – viele unterschiedliche Gedanken verbinden sich mit dem Namen „Konzentrationslager Wöbbelin“. Begriffe wie Ehre, Ruhm, Heldentum aber auch Missbrauch werden mit Theodor Körner assoziiert. Ein deutscher Dichter, der am 26. August 1813 in den „Befreiungskriegen“ für sein Vaterland fiel und damals bei Wöbbelin unter einer Eiche beigesetzt wurde. Tausende Häftlinge aus vielen Ländern Europas, die 132 Jahre später in der Nähe von Wöbbelin in Konzentrationslagern befreit wurden oder die Befreiung nicht mehr erlebten.

Deutsche Geschichte, die wie überall ihre Spuren hinterlassen hat. Warum hat sie sich so ereignet? Wie erhalten wir die Erinnerung daran lebendig, und was kann Geschichte den Nachgeborenen mit auf ihre Wege geben, auf denen sie wiederum Geschichte schreiben werden? Was können wir tun, um Gewalt und Machtmissbrauch zu verhindern, um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit abzubauen? Das sind Fragen, welche die Vereinsmitglieder des Fördervereins der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin heute beschäftigen.

Inzwischen ist der Förderverein gewachsen, ihm gehören Frauen und Männer aus drei Generationen und acht Nationen (Belgien, Deutschland, Frankreich, Israel, den Niederlanden, Polen, der Ukraine und den USA) an. Wir arbeiten mit anderen Vereinen und Institutionen in und außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns zusammen und sind an weiteren Kooperationen mit anderen Bildungsträgern interessiert. Zur Unterstützung der Arbeit in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin hat der Förderverein Sitz und Stimme im Beirat des Vereins Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust e.V. Mit diesem Trägerverein, in dem die Gemeinde Wöbbelin Mitglied ist, arbeitet er seit dessen Gründung 2003 eng zusammen.

Aufgaben und Tätigkeiten

Aufgabe unseres Fördervereins ist es unter anderem, Geschichte sichtbar zu machen und zu dokumentieren. So entstanden in dem Theodor-Körner-Haus unter Beteiligung der Vereinsmitglieder die Dokumentationsausstellung „Zehn Wochen KZ-Außenlager Wöbbelin“ und die Ausstellung „Theodor Körner. 1791-1813. Poet und Patriot. Seine Erhebung zum Idol“.

Einer der Hauptschwerpunkte der Arbeit des Vereins ist die Betreuung ehemaliger Häftlinge sowie der amerikanischen Befreier des Konzentrationslagers Wöbbelin sowie deren Angehörige. Alljährlich werden sie zu den „Internationalen Begegnungen der Generationen“ anlässlich der Befreiung des Lagers am 2. Mai 1945 eingeladen. Mehrere von ihnen ernannte der Verein zu Ehrenmitgliedern. Auf diese Weise wollen die Vereinsmitglieder das, was bereits begonnen hat, nämlich das Weitergeben der Erfahrungen, Erinnerungen aus der Geschichte, das Wachsen von Toleranz und Verständnis, das Entstehen persönlicher Freundschaften über die Ländergrenzen hinweg fördern. Diese Idee wurde sehr gut angenommen und seither wächst die Zahl der Familienangehörigen, die die Gedenkstätte nicht nur zum 2. Mai besuchen. Andererseits nehmen Vereinsmitglieder auch an Gedenkveranstaltungen im Ausland teil.

Mit Unterstützung des Fördervereins werden in jedem Jahr Zeitzeugengespräche mit Schülerinnen und Schülern organisiert. Inzwischen sind mehrere Zeitzeugen verstorben, so dass deren Kinder oder Enkel diese Aufgabe übernommen haben. Im KZ Wöbbelin Befreite, ehemalige Angehörige der 82. US-Luftlandedivision und Fördervereinsmitglieder haben mitgewirkt bei drei Filmprojekten, bei der Umgestaltung des KZ-Friedhofs in Ludwigslust Am Bassin, bei der Wiederherstellung des Mahnmals am Bestattungsplatz in Wöbbelin und bei der Gestaltung des Gedenkortes „KZ Wöbbelin – ehemaliges Lagergelände“.

Einen weiteren Schwerpunkt innerhalb der Tätigkeit des Vereins bildet die Zusammenarbeit mit Jugendlichen. Regionale und Internationale Workcamps gehören zu ihrem festen Bestandteil. Die Jugendlichen widmen sich dabei der Pflege der Gedenkstätten, unterstützen die laufenden Arbeiten zur Dokumentation der Geschichte und bereichern die Ausstellung mit ihren kreativen künstlerischen Arbeiten. Der Verein unterstützt die pädagogische Arbeit an Schulen sowie Bildungsangebote der Mahn- und Gedenkstätten, er sensibilisiert Besucher im Hinblick auf das im Nationalsozialismus begangene Unrecht und klärt über heutige Formen von Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus auf.

Zu den Aufgaben des Vereins gehört auch die Arbeit mit dem zweiten Thema, das an diesem Ort präsent ist, mit Theodor Körner. So war der Verein Mitveranstalter des Theodor Körner-Symposiums und half bei der Realisierung des Jugendtheaterprojektes, in dessen Ergebnis Körners Stück „Der Nachtwächter“ aufgeführt wurde. Durch die finanzielle Beteiligung des Vereins ist es möglich, die Theodor-Körner-Bibliothek ständig zu erweitern.

Der Förderverein der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin e.V. unterstützt Projekte der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin inhaltlich und finanziell. Dabei ist der Verein vor allem auch auf Spenden angewiesen. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, bitten wir Sie um eine Spende auf das Konto des Fördervereins der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin bei der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin Konto-Nr. 1510004056 BLZ: 14052000 IBAN: DE 30 140520001510004056 BIC BIC NOLADE21LWL

Der Vorstand

Der Vorstand des Fördervereins wird alle zwei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Er besteht mindestens aus dem 1. und 2. Vorsitzenden, dem Schatzmeister und dem Schriftführer.

1. Vorsitzende: Dr. Carina Baganz, Historikerin, Berlin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

2. Vorsitzende: Christine Kindt

Mitgliedschaft

Wenn Sie unsere Arbeit aktiv unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie Mitglied unseres Fördervereines werden. Mitglied kann jede natürliche und juristische Person werden. Die ordentliche Mitgliedschaft muss gegenüber dem Vorstand schriftlich beantragt werden. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beläuft sich auf mindestens 12 Euro und ist auf das Konto des Fördervereins zu überweisen. Falls Sie interessiert sind, schicken Sie uns eine E-Mail, dann wird Ihnen das Formular des Aufnahmeantrages zugesandt.