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Tagung zur Regionalgeschichte zum Thema Zwangsarbeit

2018-06-22 09:30

Bis zu 20 Millionen Menschen aus ganz Europa mussten Zwangsarbeit im Deutschen Reich oder in den besetzten Ländern leisten. Tausende KZ-Häftlinge und andere Gruppen waren schon in der Vorkriegszeit zur Zwangsarbeit in den Lagern, in Kommunen und Privatbetrieben eingesetzt worden. In öffentlichen Diskussionen fungiert der Begriff der NS-Zwangsarbeit allgemein als Sammelbegriff für unfreie Arbeit im Nationalsozialismus. Die formalen Rahmenbedingungen, nach denen Menschen zur Arbeit gezwungen wurden, waren jedoch sehr unterschiedlich. Auch das Ausmaß des Zwangs und die Lebensbedingungen konnten stark variieren. Der Vortrag von Dr. geht den zentralen Fragen nach den Voraussetzungen, Strukturen und Akteuren von Zwangsarbeit sowie den verschiedenen Gruppen und dem Alltag der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen im Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 nach.

In mehreren Vorträgen werden regionale Forschungsergebnisse zur Thematik im Raum Schwerin und dem Landkreis Ludwigslust- Parchim vorgestellt.

Parallel dazu werden Projektarbeiten von Schülerinnen und Schülern der Regionalschulen Malliß und Picher gezeigt, deren Ergebnisse bereits 2008 auf der ersten Tagung zur Regionalgeschichte des Vereins Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis vorgestellt wurden.

Die persönliche Dimension wird in dem Vortrag der Pastorin Anja Fischer sichtbar. Sie unterstützt Angehörige französischer und sowjetischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter, die u. a. auf der Suche nach ihren Halbgeschwistern oder den Beerdigungsorten ihrer Väter und Großväter in Deutschland sind.

Das Thema Zwangsarbeit ist ein Kapitel deutscher und europäischer Geschichte. Es hat viele Dimensionen, die wir auf der Tagung beleuchten wollen.

Die Tagung ist als Lehrerfortbildung anerkannt.

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