Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin > Aktuelles > Aktuelle Nachrichten > Nachrichten der Mahn und Gedenkstätten

Fünfzehn Jahre Verein Mahn- und Gedenkstätten

2018-09-18 18:00

2003 wurde der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust gegründet. Zweck des Vereins ist die Förderung der Volksbildung im Sinne der Menschenrechtsbildung und Demokratieerziehung sowie die Förderung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der Verein unterstützt Forschungen, Weiterbildungen, Tagungen zur Regionalgeschichte, Seminare und Workshops sowie Workcamps.

2012 hat die Mitgliederversammlung des Vereins die Erweiterung im neuen Landkreis Ludwigslust-Parchim beschlossen. Im Jahr des zehnjährigen Bestehens hatten die Stadt Parchim und die Gemeinden Sülstorf, Uelitz und Groß Laasch den Antrag auf Mitgliedschaft im Verein zum 1. Januar 2014 gestellt. Um die Rahmenbedingungen für die Gedenkstättenarbeit und auch den Zugang zu den Gedenkstätten zu verbessern, entwickelte der Verein frühzeitig das Projekt „Generationen gegen das Vergessen“. Seit 2004 wurden über die LEADER- LAG SüdWestMecklenburg die Gedenkstätte ehemaliges Lagergelände des KZ Wöbbelin neu gestaltet und ein Gedenkplatz mit Namenssteinen der Opfer geschaffen, Außerdem wurden 2011/2012 in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin Ausstellungs- und Seminarräume saniert und eine Bibliothek angebaut.

Im August 2014 wurde die neue interaktive Dauerausstellung „ Zehn Wochen Konzentrationslager Wöbbelin“ zur Geschichte des Außenlagers des Hamburger KZ Neuengamme in Wöbbelin eröffnet. Die Ausstellung bildet das Fundament für den Auftrag der KZ-Gedenkstätte, den Opfern ein Gesicht zu geben. 2014 hat der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e. V. sich das Ziel gesetzt, auch die Ehrenfriedhöfe neu zu gestalten. Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin wurden folgende Gedenkorte und Ehrenfriedhöfe neu gestaltet: 2014 der Ehrenfriedhof in Wöbbelin, wo eine neue Denkmalanlage mit 82 Namenssteinen eingeweiht wurde, 2015 wurden die Informationsstelen am Ehrenfriedhof Am Bassin in Ludwigslust aufgestellt, im November 2015 wurde der neu gestaltete Ehrenfriedhof in Sülstorf eingeweiht, im Mai 2016 eine neue Denkmalanlage auf dem ev.-Lutherischen Stadtfriedhof in Ludwigslust, im Mai 2017 bei den Massengräbern im Neu Lüblower Wald und der Ehrenfriedhof in Hagenow.

Seit 2007 förderte der Verein durch das Projekt „Schulen und Gedenkstätten“ besonders die Arbeit mit Schülern/innen. Vielfältige Bausteine für unterschiedliche Altersklassen und Schulformen wurden in den vergangenen Jahren entwickelt.. Die Zahl der Teilnehmerinnen ist kontinuierlich gestiegen, seit drei Jahren sind es mehr als 2500 jährlich. Es ist ein funktionierendes Netzwerk von Schulen, Gedenkstätten, Museen und freien Bildungsträgern im Landkreis entstanden.

Die Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus wird mit aktuellen Fragestellungen verbunden. Gedenkstätten sind vor allem Lernorte der Geschichte - sie machen deutlich, welche Folgen totalitäres Denken hat. Deshalb nimmt die Organisation von Gedenkveranstaltungen einen großen Stellenwert ein.

Anlässlich des fünfzehnjährigen Bestehens des Vereins findet am Dienstag, dem 18.09. 2018, um 18 Uhr im Saal des Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Ludwigslust, Techentiner Straße Empfang statt.

Zurück