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Körnerfest - Fest der Generationen in der Gemeinde Wöbbelin

2017-09-23 14:34

Geschichte erfahren-Traditionen weiter geben- Generationen verbinden

Als Mitglied des Lützower Freikorps wurde der Dichter Theodor Körner in den „Befreiungskriegen“ gegen die Napoleonische Fremdherrschaft am 26. August 1813 in der Nähe von Gadebusch bei einem Gefecht getötet und am Morgen des 27. August 1813 auf freiem Felde unter einer Eiche im Dorf Wöbbelin bestattet - dort war das Lager des Lützower Freikorps.

Im Jahr 1814, am 29. September, ließ der Vater das Denkmal mit „Leyer und Schwert“ in Wöbbelin aufstellen, das Theodor Körner zum „Sänger und Held“ erhob. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Leben des bekannten Schriftstellers für politische Zwecke immer wieder instrumentalisiert. Eine differenzierte Betrachtung Körners in seiner Zeit und steht im Mittelpunkt des Körner-Gedenkens der letzten Jahre.

Geplant sind in diesem Jahr Veranstaltungen anlässlich des 226. Geburtstages von Theodor Körner am 22. und 23.September 2017. Die Schüler/innen der Grundschule Wöbbelin haben im Juli Forscherteams gebildet und begeben sich im neuen Schuljahr in den Familien und in der Gemeinde auf Spurensuche nach Traditionen ihres Dorfes: Interviews und Fotos stehen dabei im Mittelpunkt. Was hat sich im Dorf in den letzten Jahren verändert? Altes soll bewahrt werden und Neues entwickelt werden. Im Ergebnis entstehen u. a. Ausstellungstafeln, die am 23. 09. auf dem Generationenfest, und am 24. 09., dem Wahltag, vor dem Wahlbüro in Wöbbelin, in der Grundschule Wöbbelin sowie bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier mit der Volkssolidarität Wöbbelin im Dezember 2017 gezeigt werden.

Fragestellungen sind:

Welche Bedeutung haben Traditionen damals und heute?

Wie kann die Geschichte des Ortes heute angemessen bewahrt werden?

Welchen Einfluss haben Heimat und Identität für das Zusammenleben der dörflichen Gemeinschaft?

Das Projekt der Grundschule Wöbbelin mit den Mahn- und Gedenkstätten und der Gemeinde Wöbbelin wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“.

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