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Zehn Jahre erfolgreiche Gedenkstättenarbeit

2013-11-03 14:00

Teilnehmer am zehnjährigen Jubiläum des Vereins Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e.V. im Landratsamt Ludwigslust
Teilnehmer am zehnjährigen Jubiläum des Vereins Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e.V. im Landratsamt Ludwigslust

Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung M-V, würdigte den Verein als „ein Modell mit Vorbildcharakter“. Der Bürgermeister von Ludwigslust und stellvertretende Vorsitzender des Vereins, Reinhard Mach, lobte das große Engagement des Landkreises für seine Gedenkstätten. Als die Gemeinde Wöbbelin die Mahn- und Gedenkstätten aus Kostengründen zu schließen beabsichtigte, unterstützte der Landrat Rolf Christiansen die Gründung des Vereins zum Erhalt, zur und Förderung der Gedenkstätten im Landkreis. Er übernahm 2003 den Vorsitz und hat ihn bis heute inne. Zu den Gründungsmitgliedern gehören der damalige Landkreis Ludwigslust, das Amt Ludwigslust-Land, die Gemeinden Wöbbelin, Rastow sowie die Städte Ludwigslust, Boizenburg und Hagenow. Wolfgang Schmülling, 1. Beigeordneter des Landrates, Reinhard Mach und Hugo Rübesamen, Sprecher des Beirates des Vereins Mahn- und Gedenkstätten, zogen Bilanz der 10-jährigen Arbeit des Vereins. Sie berichteten vom Projekt „Generationen gegen das Vergessen“ zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der Gedenkstättenarbeit, u. a. der Neugestaltung des Gedenkplatzes am ehemaligen Lagergelände des KZ Wöbbelin, der Sanierung der Ausstellungsräume und vom Anbau der Bibliothek am Museumsgebäude in Wöbbelin. Sie hoben die finanzielle Unterstützung durch den Landkreis, die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin und die Landeszentrale für politische Bildung M-V hervor.

Mehrfach wurde das unermüdliche Wirken des KZ-Überlebenden Erich Kary gewürdigt. Als Zeitzeuge und einziger Überlebende des KZ Wöbbelin, der nach 1945 in der Ludwigsluster Region blieb, berichtet er vor Jugendlichen und Erwachsenen über seine Erfahrungen im Nationalsozialismus und seine Deportation in mehrere Konzentrationslager. Er ist darüber hinaus ein wichtiger Gesprächspartner für Familienangehörige von KZ-Opfern, die die Gedenkstätten in Wöbbelin besuchen.

Umrahmt wurde der Jubiläumsempfang von der Präsentation verschiedenster Ergebnisse spannender Schülerprojekte. Sie entstanden innerhalb des seit 2007 vom Verein durch den Lokalen Aktionsplan „Toleranz fördern- Kompetenz stärken“ geförderten Projekts „Schulen und Gedenkstätten“ unter Federführung von Ramona Ramsenthaler, der Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin. Es gelang ihr, ein Band zwischen verschiedensten Einrichtungen, von Grundschulen bis Gymnasien, Museen, Gemeinden und Gedenkstätten zu knüpfen. Ihr unablässiges Wirken, ihr Einsatz und ihre Begeisterung wurden von allen Rednern hervorgehoben.

Erfreulicherweise wurden im Jahr des zehnjährigen Bestehens vier weitere Orte als Mitglieder zum 1. Januar 2014 aufgenommen: die Stadt Parchim und die Gemeinden Sülstorf, Uelitz und Groß Laasch.

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